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Google verstößt gegen eigene Spielregeln

Das Webspam-Team von Google ist dafür da, sogenannte Spamer aus den Suchergebnissen von Suchmaschine Google zu filtern und auf die hinteren Plätze zu verweisen. Nun verstößt Google selbst gegen die Spielregeln, in dem man Links für die Webseite des hauseigenen Browsers “Google Chrome” kaufte um sich auf die ersten Plätze zu verweisen.

In der Vergangenheit betonte Matt Cutts, Kopf des Webspam-Teams von Google, immer wieder, das gekaufte Link auf Webseiten von Google erkannt werden würde und gegen die Richtlinien der Suchmaschine verstößt. Viele Leute kauften sehr viele Links für die eigenen Webseiten um das Ranking in den Suchmaschinen zu verbessern und so mehr Besucher, sogenannten Traffic, auf die Webseite zu locken. Gestern wurde Google letztendlich dabei erwischt, wie mit einer großen Linkkampagne das Ranking der Webseite für den Google-Webbrowser “Google Chrome” verbessert wurde.

Eigentlich war der ganze Vorfall gar nicht als Linkkauf-Kampagne gedacht, sondern wird nun von Google als versehen gedeutet. Der Suchmaschinenriese hatte eine Werbekampagne beauftragt, Aufrufe für ein Video zu generieren, welches über den Google Chrome handelt. Das beauftragte Unternehmen “Essence Digital” hatte die Kampagne angenommen und versucht umzusetzen. Google selber achtete aber nicht darauf, wie die Kampagne umgesetzt wurde.

Das Problem: Die Videoabrufe kamen über gekaufte Blogeinträge in vielen Blogs, die über den Google Chrome berichtet und anschließend das Video eingebunden haben. In den Beiträgen wurde jeweils ein Link auf die Webseite für den Google Chrome gesetzt. Bei der Verlinkung nutzen die Blogbetreiber nicht das “Nofollow”-Attribut, welches die Werbung kennzeichnet. Leider verstößt ein solches Vorgehen gegen die Google-Richtlinien, da sich mit Links, auch gekauften Links, das Ranking einzelner Webseiten oder Unterseiten verbessern lässt. Google selber betonte aber in den letzten Monaten immer häufiger, das man Linkkäufer und auch Linkverkäufer bestraft, in dem man diese in den Suchergebnissen weiter nach hinten verfrachtet.

Die Wirkung von der Chrome-Kampagne ließ Google ins Rampenlicht treten, denn es schien so, als wenn Google gegen die Richtlinien verstoßen hat, die man den Webmastern immer wieder unter die Nase rieb. Diese Vermutung stimmt aber nicht, da Google zu keinem Zeitpunkt die Schaltung von Blogbeiträgen in Auftrag gegeben hat oder der Schaltung zugestimmt hat. Der Suchmaschinengigant hat aber auch nicht darauf geachtet, wie die Kampagne umgesetzt wurde. Laut Agentur Essence Digital sollen Blogger dazu angehalten worden sein, Blogbeiträge in minderwertiger Quallität über den Google-Browser zu schreiben. Hinter diesen Aufträgen soll die Firma Unruly Media stecken, die anscheinend von Essence Digital beauftragt worden sein soll.

Google zieht aus der Kampagne und gegen den Verstoß der eigenen Richtlinien die Konsequenz und hat die Webseite vom Google Chrome mit einer Strafe belegt. Diese sorgt nun für 60 Tage dafür, das die betroffene Webseite nicht mehr in den Suchergebnissen auftaucht. Damit setzt Google nicht nur ein Zeichen gegen die Linkkäufer, sondern zeigt auch, das man eigene Fehler eingestehen kann. In den letzten Monaten wurden die Stimmen und Rufe lauter, die behaupteten, das Google seine Marktmacht ausnutze, um eigenen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu ziehen. Mit der Bestrafung der eigenen Homepage setzt Google auch dem ein deutliches Zeichen.

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