Das richtige DJ Einsteiger-Set für Vinyl finden

Viele Neulinge die sich für das Deejaying interessieren kommen schnell ins schwitzen: Welche Turntables soll ich nehmen? Welcher Mixer entspricht meinen Interessen und meinen Anforderungen? Kopfhörer? Welche Nadeln? Das sind alles so Fragen mit denen auch ich mich am Anfang beschäftigen musste. Zum Glück hatte ich einen guten Freund, der schon länger in der DJ-Branche tätig war und mir helfen konnte. Er schwärmte immer für Technics, welche er selber auch besaß. Die Technics 1210 MK3. Mir war aber schnell klar, das sie nicht meinem Budget entprachen. Tipp: Für mehr Geld bekommt man mehr. Also hieß es Sparen. Schnell hatte ich auch mein erstes Equipment zusammen und ich konnte loslegen. In diesem Beitrag möchte ich drauf eingehen wie man ein richtige DJ Einsteiger-Set findet.


Zunächst einmal steht die Frage im Raum was man überhaupt will: Nur zu Hause auflegen? Auf Privatpartys? Oder doch ernsthaft trainieren und später im Clubs auflegen? Vielleicht willst du aber auch nur das Turntableism für dich entdecken.Für das Mixen zu Hause ist man mit rund 800 Euro gut bedient. Für Privatpartys wird es mit rund 1300 Euro schon etwas teurer. Wer ins DJ-Business einsteigen will, muss mit weitaus mehr rechnen und kann sich als Hausnummer rund 2000-3000 Euro merken.

Die Turntables

Zu Anfang möchte ich sagen das ich nichts von Riemenangetrieben Turntables halte. Sie sind eindeutig zu schwach und sorgen mehr für Frust als für Lust. Ich empfehle jedem HighTorque Direct Drive Turntables. Diese Modelle bekommt man schon ab 250 Euro, günstiger nur auf eBay. Gute Turntables in der oben genannten Preisspanne bekommt man von Gemini, Omnitronic, Numark und Reloop.

Der Mixer

Ab hier sollte man sich im klaren sein, was man überhaupt möchte, denn für jeden Anspruch gibt es entsprechende Mixer. Ich persönlich habe einen Clubmixer und kann damit auch die wildesten Scratch-Aktionen durchziehen. Bei Mixern kommt es auf die Qualität des Crossfaders und die Ausstattung an. Gute Mixer für Einsteiger bekommt man ab 200-300 Euro.Merkmale für einen guten Mixer: guter Crossfader, 2-Band EQ (3-Band ist besser) und einstellbare Curven für die Fader.Hersteller guter Mixer sind: Gemini, Behringer und StantonBattlemixer, also Mixer für Turntableisten mit wilden Scratches und schnellen Cuts, sind da schon etwas teurer. Sie kosten rund 50-100 Euro mehr, sind aber auch dementsprechend Robust. Immerhin müssen sie den wildesten Scratch-Tunes standhalten. Und das nicht nur über Wochen. Gute Battlemixer werden von Gemini (UMX), Stanton, Ecler und Vestax hergestellt.

Nadel-Systeme

Neulinge machen oft den Fehler günstige Nadeln zu kaufen, die hoch angepriesen werden. Und dann: Nur Frust. Ich empfehle Anfängern das Ortofon Concorde Pro System. Auch wenn im Namen das Wort “Pro” vorkommt, ist dieses Nadel-System nicht nur für Professionelle DJ’s. Einsteiger haben mit den Nadeln von Ortofon lange Spaß. Scratcher greifen am besten zum Ortofon Concorde Scratch System, denn dieses ist bei einem sehr geringen Auflagegewicht sehr Spurtreu. Bis auf das gesamte Ortfon Sortiment und das Shure M44-7 System kann, kann ich nichts Empfehlen. Ich habe bisher ausschließlich mit diesen beiden Marken gearbeitet und das sehr erfolgreich.

Kopfhörer

Auch wenn viele DJ‘s euch den Rat geben am Anfang billige Kopfhörer zu nehmen, so kann ich davon nur abraten. Der kleine Preis macht sich deutlich in der Qualität bemerkbar. Entweder ist der Sound miserabel, sie leiern aus oder der Bügel bricht einfach in zwei. Einsteigern empfehle ich den Reloop RH-2450 MK2, den Behringer HPX-2000 oder den Stanton DJ PRO 50S Kopfhörer. Alle drei liegen Preislich bei unter 30 Euro und haben Hervorragenden Sound, sind sehr Stabil und drücken nicht an den Ohren.

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